Westerstede Landkreis Ammerland

Schnelles Internet im Ammerland

wk - Das Land Niedersachsen wird den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes im Ammerland unterstützen. Landrat Jörg Bensberg hat bei einem Termin im Kreishaus vom Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung Dr. Bernd Althusmann einen Förderbescheid in Höhe von 9,6 Millionen Euro erhalten.

Fast 90 Prozent der Haushalte im Landkreis Ammerland beziehen bereits Bandbreiten über 30 Mbit/s. Dringender Handlungsbedarf besteht nach derzeitigem Stand noch bei etwa 5 500 Wohngebäuden, Baumschulen und landwirtschaftlichen Betrieben, 900 Betrieben in Gewerbegebieten, 36 Schulen und zwei Kliniken. Für eine Versorgung mit gigabitfähigen Leitungen wurden neben den 9,6 Millionen Euro Landesmitteln weitere 35,5 Millionen Euro Bundesmittel vorläufig bewilligt. Die Ausschreibungen laufen bereits auf Hochtouren. Im Anschluss werden die Bundes- und Landesförderungen in endgültiger Höhe konkretisiert, bevor dann der Ausbau beginnt.

„Es ist außerordentlich erfreulich, wie aktiv der Landkreis Ammerland, der gemeinsam mit seinen Kommunen seit vielen Jahren erheblich in den Ausbau seiner Breitbandstruktur investiert, unser Ziel, ein flächendeckendes und breitbandiges Hochleistungsnetz in Niedersachsen zur Verfügung zu stellen, unterstützt. Als Grundlage für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, für Mobilitätskonzepte, für Forschung, Vermittlung von Wissen und die alltäglichen Dinge des Lebens sind schnelle digitale Verbindungen heute unverzichtbar “, unterstrich Wirtschaftsminister Althusmann bei der Übergabe des Förderbescheides die Dringlichkeit des Ausbaus.

„Mit den beiden schon abgeschlossenen Breitbandförderprojekten Ammerland-Nordost und Ammerland-Südwest haben der Landkreis und seine Gemeinden und die Stadt bereits wichtige Meilensteine auf dem Weg hin zu einer optimalen digitalen Versorgung für Menschen und Unternehmen im Ammerland gesetzt“, bilanzierte Landrat Bensberg. „Jetzt gilt es, mit den neuen Fördergeldern die verbleibenden weißen Flecken flächendeckend zu beseitigen und Privathaushalte, Kliniken, Unternehmen in Gewerbegebieten sowie Schulen an das schnelle Internet anzuschließen.“

Die Corona-Pandemie habe noch einmal deutlich gemacht, dass eine gute Breitbandversorgung gerade für Homeschooling und Homeoffice unabdingbar ist. Dass der Landkreis sehr frühzeitig, nämlich vor Ausbruch des Coronavirus, Anträge auf hohe Fördergelder gestellt und darüber hinaus einen kommunalen Eigenanteil in zweistelliger Millionenhöhe bereitgestellt habe, erweise sich jetzt als großer Vorteil.