Kreissportbund Wesermarsch

Fugel kritisiert LSB-Vorstand: Kein guter Stil

Ein letztes Mal legte sich Wilfried Fugel aus Nordenham bei einem Landessporttag für „seine“ Vereine ins Zeug: In der „Akademie des Sports“ in Hannover plädierte der scheidende Kreissportbund-Vorsitzende auf dem 42. Landessporttag am 18. November für eine Vertagung der Entscheidung über höhere Vereinsbeiträge an den Landessportbund (LSB).

Der Antrag des LSB-Vorstands, eine Beitragserhöhung mit Wirkung zum 1. Januar 2020 schon jetzt zu beschließen, wurde auf Antrag des Regionssportbundes Hannover auf 2018 verschoben. Fugel, ausgestattet mit dem Mandat des Kreissportbund-Vorstands, unterstützte diesen Wunsch. Es gehe vor allem um den Zeitpunkt, machte er geltend, dass das Ansinnen des LSB erst nach dem Wesermarsch-Kreissporttag im Mai bekannt geworden sei. „Ich möchte aber ganz gerne vorher mit den Vereinen darüber sprechen und dafür werben. Die Vereine sind  nicht informiert, das halte ich für nicht guten demokratischen Stil“, dafür erfuhr Fugel  große Zustimmung.  Der Antrag des LSB-Vorstands wurde mit 172 Ja- bei 165-NeinStimmen abgelehnt. Wilfried Fugel, der beim diesjährigen Kreissporttag seinen Rückzug angekündigt hat, war zufrieden. Beim Landessporttag 2018 wird der LSB-Vorstand den Antrag erneut stellen. Zuvor wird der Kreissporttag stattfinden und dieses Thema auf der Tagesordnung stehen. Der LSB-Vorstand schlägt vor, den Jahresbeitrag je erwachsenem Vereinsmitglied an den LSB von 3,80 auf 4,30 Euro und für Jugendliche von 2,60 auf 2,90 Euro zu erhöhen. Für Kinder soll er unverändert 1,50 Euro jährlich betragen.

Obwohl Wilfried Fugel durch nachhaltige Netzwerk-Arbeit beim Landessporttag mit für die Abstimmungsniederlage von Präsidium und Vorstand gesorgt hatte, dankten ihm LSB-Präsident Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Vorstandsvorsitzender Reinhard Rawe und dessen Stellvertreter Norbert Engelhardt für die zehnjährige Tätigkeit als Kreissportbund-Vorsitzender der Wesermarsch.
Lutz Timmermann